Schwerpunkte und Gedanken

Die Werte der Freimaurerei sind allgemein bekannt: Humanität, Freiheit, Toleranz, Gleichheit und Brüderlichkeit.
Diese Prinzipien bilden nicht nur in Deutschland, sondern weltweit die Grundlage freimaurerischen Denkens – und letztlich gehören sie zu den Grundwerten der gesamten Menschheit.
Wer einen Wald durchschreitet, begegnet unterschiedlichen Jahreszeiten, verschiedenen Baumarten und einer Vielzahl von Wesen, die darin leben. Und doch bleibt es immer derselbe Wald.
In der Freimaurerei ist es ähnlich.
Es ist stets Freimaurerei – jedoch mit unterschiedlichen Nuancen.
Jede Loge setzt einen eigenen Akzent. Die Entscheidung für eine einzelne Loge ist für jeden Mann individuell: Manchmal spielt etwas Profanes wie der Wochentag der Zusammenkünfte oder die Erreichbarkeit eine Rolle, doch im Kern sind es die feinen Unterschiede, die Nuancen – wie die Farben der Blätter im Frühling oder im Herbst im großen Wald der Humanität.
Die Werte der Loge „Zur Kette“ wurden früh geprägt.
Neben Humanität und Offenheit versuchte bereits 1905 der damalige Meister vom Stuhl, Dr. August Paret, die Verfassung seiner Großloge um einen Passus zu erweitern, der die Gleichheit, unabhängig von Religion, Herkunft oder politischer Überzeugung betont – ein Gedanke, der seiner Zeit weit voraus war.
Die Loge „Zur Kette“ geht bis heute einen offenen Weg.
Auch Männer, die sich selbst als Atheisten bezeichnen, werden gern zu einem Gespräch eingeladen. Diese Haltung unterscheidet die „Kette“ vielleicht von anderen, bedeutet jedoch keineswegs, den kritischen Blick auf den möglichen zukünftigen Bruder zu verlieren.
Im Grundsatz ist jeder Mann willkommen, der bereit ist, sich gemeinsam mit anderen in einen – gern auch kontroversen – Diskurs zu begeben.
Der erste Schritt auf diesem Weg beginnt mit dem Gästeabend.